MGL Mönchengladbach Airport Open House 2026: Ein Logenplatz für die allgemeine Luftfahrt
Am Sonntag, den 21. Juni 2026, öffnete der Flughafen Mönchengladbach (MGL) seine Tore, um 70 Jahre Luftfahrtgeschichte am Standort zu feiern – und die Resonanz war außergewöhnlich. Unter sommerlichem Himmel strömten rund 22.000 Besucher zwischen 11 und 17 Uhr auf das Flugplatzgelände und erreichten damit den Andrang, den der Flughafen bereits 2023 verzeichnet hatte. Für ein Team wie unseres, das sich um den Alltag von Piloten, Flugschulen und Flugzeugeigentümern dreht, sind solche Tage eine schöne Erinnerung daran, warum die Allgemeine Luftfahrt nach wie vor so viele Menschen begeistert.
Mehr als 50 Aussteller verwandelten das Vorfeld in ein Abbild der gesamten Luftfahrtbranche – von Flugschulen und Wartungsbetrieben über Drohnen-Start-ups bis hin zum Zoll, der Bundespolizei, der Bundeswehr und den örtlichen Feuerwehren. Vereine, Verbände und regionale Unternehmen rundeten das Bild ab und zeigten, wie viele Menschen und Berufe hinter den Kulissen einen Flughafen wie MGL am Laufen halten.
Die Standausstellung war erwartungsgemäß eine der größten Attraktionen. Besucher spazierten zwischen historischen Kriegs- und Klassikflugzeugen, darunter die F4U Corsair „Devotion“, die T-28 Trojan „Diamond Girl“, eine OV-10 Bronco, eine Yak-3, eine Pilatus P-2 sowie der Fantrainer, der ursprünglich am Flughafen selbst entwickelt wurde. Hubschrauber der Bundespolizei, ein historischer Dornier-Bell UH-1D, eine North American Harvard und eine CASA Jungmann vervollständigten das klassische Line-up, während die Pipistrel Velis Electro – das nach eigenen Angaben weltweit erste vollelektrische Flugzeug – als leises Zeichen dafür herausstach, wohin sich die Allgemeine Luftfahrt als Nächstes entwickelt.
Ein weiteres Highlight war die Ju 52 „Tante Ju“: Ehrenamtliche eines örtlichen Vereins für historische Luftfahrzeuge standen bereit, um Geschichten über Hugo Junkers zu erzählen, den Luftfahrtpionier, dessen Vermächtnis eng mit Mönchengladbach verbunden ist – ein Thema, das auch in der begleitenden Ausstellung im Hugo-Junkers-Hangar aufgegriffen wurde.
Für viele Gäste ging es an diesem Tag nicht nur ums Anschauen der Flugzeuge, sondern darum, selbst in die Luft zu kommen oder einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Rundflüge mit Flugzeug und Hubschrauber fanden regen Zuspruch, und geführte Bustouren über das Flughafengelände – unter anderem mit Stopps bei Rheinland Air Service und dem ehemaligen Rheinflugzeugbau-Gelände – gewährten seltene Einblicke in Bereiche des Flughafens, die normalerweise für die Öffentlichkeit nicht zugänglich sind.
Auch an die Familien wurde gedacht: Hüpfburgen, Kinderschminken, Glitzertattoos, ein Auftritt von Borussias Maskottchen Jünter sowie ein mitreißender Auftritt der Sambagruppe Samba X sorgten den ganzen Tag über für Festivalstimmung, dazu Speisen und Getränke vom Catering-Partner der Veranstaltung.
Solche Veranstaltungen sind genau der Grund, warum wir tun, was wir tun. Hinter jedem historischen Flugzeug in der Ausstellung, jedem Flugschulen-Stand und jedem jungen Besucher, der neugierig zu einem Hubschrauber hinaufschaut, steckt ein Flugbuch, ein Ausbildungsnachweis, ein Wartungsplan oder eine Buchung, die jemand tagtäglich verwalten muss. Wir freuen uns, dass die Allgemeine Luftfahrt solche Besuchermassen anzieht, und gratulieren allen am Flughafen MGL Mönchengladbach – Ausstellern, Sponsoren und Freiwilligen – zu einer so gelungenen Feier des 70-jährigen Jubiläums.

